Die beste Akustikgitarre für jedes Budget: Top-Modelle von 300€ bis 2000€

Mirco Sontag
Mirco Sontag

Gitarrenlehrer

Letzte Aktualisierung: 14.01.2026

Der Markt für Gitarren ist riesig und oft undurchsichtig. Du fragst dich: Muss ich wirklich ein Vermögen ausgeben, um einen guten Sound zu bekommen? Die gute Nachricht lautet: Nein! Wer eine gute akustische Gitarre kaufen möchte, findet heute schon im niedrigen Preissegment erstaunliche Qualität.

Doch wo liegen die Unterschiede? Entscheidend sind die Qualität der Materialien, die Verarbeitung, das Setup und der Spielkomfort. In diesem Artikel nehmen wir vier Preisklassen unter die Lupe – von 300 € bis 2000 € – und zeigen dir, welche beste Akustikgitarre zu deinen Ansprüchen passt.

Das Wichtigste zur Akustikgitarre in Kürze

  • Grundsätzlich: Schon ab ca. 300 € bekommst du solide Einsteigermodelle, die stimmstabil sind und Spaß machen.

  • Wichtig: Ab 500 € aufwärts sorgen massive Decken und bessere Hölzer für einen deutlich volleren Klang und eine bessere Dynamik.

  • Tipp: Investiere lieber in eine gut bespielbare Mittelklasse-Gitarre als in ein billiges "Discounter-Modell", das dir die Lust am Üben nimmt.

Übersicht der Preisbereiche für Akustikgitarren

Preisbereich

Geeignet für

Was du bekommst

Bis 300 €

Einsteiger, Zweitinstrument

Solide Verarbeitung, günstigen Einstieg

Bis 500 €

Fortgeschrittene, besserer Klang

Massive Decke möglich, bessere Hölzer & Verarbeitung

Bis 1000 €

Regelmäßige Spieler, Auftritt

Hochwertige Materialien, gute Marken, Klangvielfalt

Bis 2000 €

Ambitionierte, Profis, Langzeit

Premium Hölzer, exzellenter Klang, Wertanlage

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1. Der solide Einstieg – Beste Akustik Gitarre bis 300 Euro

Für Anfänger oder als Zweitinstrument reicht meist eine solide Gitarre im Bereich bis 300 €. Man kann hier erste Erfahrungen sammeln, ein Gefühl für Setup, Klang und Komfort entwickeln, ohne viel Geld auszugeben.

Worauf sollte man achten?

  • Eine gute Bespielbarkeit: Saitenlage nicht zu hoch, Halsprofil angenehm. 

  • Material: laminierte Decke oder evtl. sogar eine massive Decke, Boden und Zargen meist laminiert.

  • Verarbeitung: sauber verleimter Korpus, guter Sattel, vernünftige Mechaniken.

  • Klang: Auch günstige Modelle sollten sich gut im Akkordspiel schlagen. Tests zeigen, dass es im Bereich unter 300 € durchaus brauchbare Modelle gibt. 

  • Erwartungen: Bei unter 300 € darf man nicht dieselbe Klangfülle und Dynamik wie bei Gitarren jenseits der 1000 €-Marke erwarten – aber einen soliden Einstieg.

Unsere Modell-Empfehlungen: In diesem Segment gibt es klare Preis-Leistungs-Sieger, die wir dir ans Herz legen können.

  1. Harley Benton CLD-60SMCE NT: Sehr günstiger Einstieg – ideal für Anfänger. Vorteil: niedriger Preis, man kann damit ohne Risiko starten. 

  2. Fender CD‑60S: Markenname, solides Einsteigermodell. Vorteil: gut verarbeitet, gute Bespielbarkeit. 

  3. Epiphone J‑45 Express: Eine Alternative im sehr günstigen Bereich – Markenqualität zum kleinen Preis. Vorteil: guter Marken-Support. 

Fazit: Perfekt für den Start oder als Zweitgitarre für unterwegs. Achte darauf, das Setup (Saitenlage) ggf. noch einmal prüfen zu lassen.

2. Die goldene Mitte – Beste Akustik Gitarre bis 500 Euro

Ab etwa 500 € bekommt man deutlich bessere Materialien („massive Decke“ oder zumindest hochwertiges Laminat), gewöhnlich bessere Hölzer, eine saubere Verarbeitung und somit besseren Klang und Sitz fürs Setup. Auch die Marke und der Wiederverkaufswert steigen.

Worauf sollte man hier zusätzlich schauen?

  • Massive Decke (Solid Top): Ein wichtiges Merkmal für besseren Klang und Resonanz.

  • Bessere Verstrebung und Bauweise: Die Gitarre reagiert empfindlicher und differenzierter.

  • Bessere Hölzer bei Boden/Zargen oder zumindest bessere Verarbeitung und Finish.

  • Marken mit gutem Ruf im Mittelpreis-Segment: Hier wird die Spreu vom Weizen getrennt.

  • Elektrik oder Tonabnehmer: Falls verstärkt gespielt werden soll, lohnt es sich, auf einen eingebauten Preamp/Tonabnehmer zu achten.

Unsere Modell-Empfehlungen

  1. Takamine GD51CE-BSB: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit massiver Decke und sauberer Verarbeitung. Vorteil: ausgewogener, voller Klang und zuverlässige Elektronik.

  2. Harley Benton CLD: Eine Dreadnought mit massiver Fichtendecke. Vorteil: warmer, kraftvoller Klang, bequemes Halsprofil und ein Tonabnehmer mit integriertem Stimmgerät.

  3. Epiphone Hummingbird Aged: Preislich schon eher im oberen Mittelbereich dieser Klasse. Vorteil: hochwertiger Markenname, gutes Instrument.

Fazit: Wenn du bereits etwas weiter bist – ein besseres Instrument suchst oder einfach mehr Klangqualität möchtest, ist dieser Preisbereich sehr empfehlenswert. Du bekommst ein Instrument, das auch nach Jahren noch Freude macht.

3. Der Semiprofi-Bereich – Beste Akustik Gitarre bis 1.000 Euro

Im Bereich bis zu rund 1000 € bewegen wir uns schon im semiprofessionellen Bereich. Hier zählt nicht mehr nur „Es klingt gut für den Preis“, sondern „Es klingt richtig gut“. Man bekommt meist bessere Hölzer, verschiedene Formate, bessere Elektrik, mehr Dynamik.

Worauf besonders achten?

  • Hölzer: Massive Fichtendecke oder Zederndecke, evtl. hochwertige Hölzer bei Boden/Zargen (z. B. Mahagoni, Palisander).

  • Verarbeitung: Nahtlose Übergänge, hochwertige Mechaniken, saubere Bindings, guter Lack.

  • Korpusform: Vielleicht andere Formen als Standard-Dreadnought (Grand Auditorium, OM etc) – je nach Stil.

  • Elektrik/Tonabnehmer: Falls ein Auftritt geplant ist, wäre ein guter Onboard-Preamp wichtig.

  • Klangdesign: Schon hier merkt man Unterschiede in Sustain, Ansprache, Lautstärke, Dynamik.

Unsere Modell-Empfehlungen

  1. Taylor GS Mini: Ein hervorragendes Instrument im Bereich bis 1000 €. Vorteil: Markenqualität, hochwertige Verarbeitung, gute Materialien – sehr guter Klang. 

  2. Taylor 214 ce: Der Einstieg in die Premium-Klasse. Vorteil: ebenfalls Markenqualität, guter Klang. 

  3. Yamaha Transacoustic LL-TA BS: Eine spannende Alternative mit moderner Ausstattung. Vorteil: hochwertiger Klang und integrierte Effekte für zusätzliche Klangvielfalt.

Fazit: Wenn du regelmäßig spielst, auftreten möchtest oder einfach ein Instrument suchst, das über Jahre hinweg zuverlässig performt, dann ist eine Gitarre bis etwa 1000 € eine sehr gute Investition.

4. High-End für Anspruchsvolle – Beste Akustik Gitarre bis 2.000 Euro

Bei bis zu 2000 € ist man im Bereich von sehr hochwertigen Markeninstrumenten – solide massive Hölzer, hervorragende Verarbeitung, sehr gute Klangqualität – jedoch noch nicht im absoluten Luxus-Sektor, wo Preise sogar 5000 €+ erreichen können. Es ist eine realistische Marke für ambitionierte Hobbymusiker oder Profis.

Worauf hier achten?

  • Premium-Hölzer: z. B. Sitka oder Adirondack Fichte, Boden/Zargen aus Palisander oder Mahagoni in massiver Ausführung.

  • Exzellente Verarbeitung: Bindings aus echtem Material, sauber gearbeitete Übergänge, hochwertige Lackierung oder offene Poren.

  • Marken und Modelle: Einige Modelle haben Kultstatus und behalten guten Wiederverkaufswert.

  • Klanglichen Feinschliff: Man hört und merkt Unterschiede in Nuancen – Ansprache, Schnelligkeit, Sustain, harmonische Obertöne.

  • Langlebigkeit und Wert: In dieser Klasse ist das Instrument oft auch eine Wertanlage oder ein verlässlicher Begleiter über Jahrzehnte.

Unsere Modellvorschläge

  1. Gibson J‑45 Studio: Ein Traum für viele Akustik Spieler – legendäre Marke, hoher Anspruch. Vorteil: exzellenter Klang, sehr gutes Instrument für hochwertige Nutzung. 

  2. Taylor 217e SB Plus: Ebenfalls eine Premium-Marke mit gehobenem Niveau. Vorteil: moderne Features, sehr gute Hölzer, tolle Spielbarkeit. 

  3. Martin D‑12E: Eine sehr hochwertige Martin, Elektro-Akustik Variante („E“-Version). Vorteil: ideal für Aufnahme und  Bühne.

Fazit: Wenn du bereits ein fortgeschrittener Spieler bist, regelmäßig auftrittst, Aufnahme machst oder einfach das Instrument langfristig behalten willst – dann lohnt sich eine Gitarre bis 2000 €. Der Unterschied wird mit jeder Klasse feiner, aber er ist hör- und spürbar.

Unser Gesamtfazit zur besten Akustikgitarre

Die beste Akustikgitarre gibt es nicht als ein einziges Modell für alle – sie hängt immer von deinem Spielniveau, deinen musikalischen Zielen und deinem Budget ab. Die gute Nachricht: In jeder Preisklasse gibt es Instrumente, die klanglich überzeugen und Spaß machen.

Wenn du gerade erst anfängst oder eine Zweitgitarre suchst, findest du bereits bis 300 Euro solide Modelle, mit denen du zuverlässig lernen kannst. In der 500-Euro-Klasse beginnt für viele Spieler die goldene Mitte: bessere Materialien, spürbar mehr Klangtiefe und Instrumente, die auch langfristig Freude bereiten.

Spielst du regelmäßig, möchtest auftreten oder aufnehmen, sind Gitarren bis 1.000 Euro oft der beste Kompromiss aus Preis, Klang und Qualität. Hier bekommst du hochwertige Hölzer, sehr gute Verarbeitung und ein deutlich professionelleres Spielgefühl.
Im Bereich bis 2.000 Euro findest du schließlich echte Premium-Instrumente für ambitionierte Musiker und Profis – mit mehr Nuancen im Klangbild, exzellenter Dynamik und oft auch stabilem Wiederverkaufswert.

Unabhängig vom Preis gilt jedoch: Selbst die teuerste Gitarre spielt sich nicht von alleine. Das Wichtigste ist, dass du dranbleibst und regelmäßig übst. Die richtige Anleitung dafür findest du bei uns.


Häufig gestellte Fragen zur besten Akustikgitarre für jedes Budget

Nicht zwingend, aber eine massive Decke bietet deutlich mehr Resonanz, besseren Klang und oftmals langfristig besseren Wert. In günstigeren Klassen findet man oft laminierte Decken – das ist okay für den Einstieg.

Der Klassiker ist die Dreadnought-Form (großer Korpus) – eine weit verbreitete Bauform. Andere Formen wie OM (Orchestra Model) oder Grand Auditorium bieten unterschiedliche Ansprache und Komfort – je nach Spielstil (Fingerpicking oder Strumming) kann eine andere Gitarren-Form sinnvoll sein.

Nein – das hängt von deinen Zielen ab. Wenn du Einsteiger bist, genügt eine preiswerte Gitarre. Wenn du aber langfristig spielen willst, hochwertig auftreten oder aufnehmen, dann ist eine Investition sinnvoll.

Auch eine gute Gitarre klingt oder spielt sich schlecht, wenn die Saitenlage zu hoch ist, der Hals schlecht eingestellt oder die Mechaniken schlecht sind. Ein Besuch beim Gitarrenbauer oder Fachhändler zum Einstellen lohnt sich immer.

Kurz gesagt: Eine Westerngitarre hat Stahlsaiten, eine Konzertgitarre Nylonsaiten. Dadurch entsteht ein unterschiedlicher Klang. Wer moderne akustische Songs in den Stilrichtungen Pop/Rock spielen möchte, greift meist zur Westerngitarre.

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